Von Abgasnormen bis Konformitätserklärungen – die Rahmenbedingungen für Unternehmen haben sich branchenübergreifend formalisiert. Weil Verstöße gegen Vorgaben sowohl rechtliche als auch reputatorische Risiken bergen, spielt Compliance Management eine immer bedeutendere Rolle für viele Unternehmen. Um dies effizient und effektiv umzusetzen, eignen sich digitale Tools.

Die Einhaltung geltenden Rechts ist notwendiger Bestandteil guter Unternehmensführung. Dabei gilt es, eine Vielzahl gesetzlicher Vorgaben zu beachten – angefangen mit allgemeinen Regelungen (u.a. Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Kapitalmarktrecht) über selbstauferlegte Vorgaben (z.B. Verhaltensregelungen, Gesellschafterbeschlüsse oder Anstellungsverträge) bis hin zu branchenspezifischen Normen. Als Beispiel sind im Finanzwesen aufsichtsrechtliche Anforderungen an die in Banken verwendeten IT-Prozesse und IT-Systeme (u.a. MaRisk, BAIT) zu nennen. Zudem ist Compliance im Steuerrecht durch den Anwendungserlass zur Abgabenordnung relevant geworden: dort wird erstmals ein „innerbetriebliches Kontrollsystem“ (IKS) zur Erfüllung steuerlicher Pflichten explizit geregelt, was einer Compliance-Vorgabe gleichzusetzen ist. Demnach kann ein IKS als ein Indiz zu werten sein, das gegen das Vorliegen eines Vorsatzes oder einer Leichtfertigkeit sprechen kann.